Beschreibung
Lyrische Tragödie in fünf Akten und einem Prolog. Komponiert 1693 für die Académie royale de musique nach einem Libretto von Thomas Corneille. Uraufführung am 4. Dezember 1693 in Paris.
Lange Zeit stand er im überwältigenden Schatten Lullys, hatte Marc-Antoine Charpentier nur eine einzige Chance, die Bühne der Académie royale de musique zu erobern – und er nutzte sie mit umwerfender Meisterschaft. Im Jahr 1693 vollendete er „Médée“, seine einzige Oper und vielleicht das größte Meisterwerk des französischen Barocks.
Nach einem Libretto von Thomas Corneille, das frei von seinem berühmten Bruder Pierre inspiriert ist, durchleuchtet das Werk mit strahlender Grausamkeit die Seele einer betrogenen Frau. Jason hat sie verlassen. M%E9d%E9e wird ihn dafür mit dem unerträglichsten Preis bezahlen lassen, den es gibt: dem Leben seiner eigenen Kinder. Charpentier schildert diesen Abstieg in die Hölle mit einer Komposition von seltener Subtilität – herzzerreißende Harmonien, prägnante Deklamation, Handlungsabläufe von fast beunruhigender Fließendheit.
Um diese glühende Figur zu verkörpern, stellt sich die Altistin Marie-Nicole Lemieux zum ersten Mal der Herausforderung dieser außergewöhnlichen Rolle. An ihrer Seite verleiht der junge tschechische Tenor Petr Nekoranec der Figur des Jason seine strahlende Stimme. Um sie herum versammelt sich eine Riege erstklassiger Solisten, die leidenschaftlichen Stimmen des Kammerchors von Namur und ein Orchester in Höchstform: Les %C9pop%E9es unter der gewohnten Leitung von Stéphane Fuget.
Dauer: 1 Std. 3 Min. 15 Sek. mit Pause
Preise: 48 € | 37 € | 33 € | 28 €
Gesungen und mit französischen Übertiteln