Beschreibung
Das fen%EAtre präsentiert „%AB Beaux Restes %BB“, eine Ausstellung, die aus Fragmenten früherer Ausstellungen zusammengestellt wurde, die wieder aufgegriffen, neu konfiguriert und in einen Dialog gebracht wurden:
Roman Cieslewicz (1930–1996) ist eine absolut zentrale Figur in der Geschichte der europäischen Grafik des 20. Jahrhunderts. Ausgebildet an der Kunstakademie in Krakau, etablierte er sich zunächst als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der polnischen Plakatschule. Sein Werk ist geprägt von einer fast schon obsessiven Praxis der Fotomontage und der Bildverfremdung: er zerkleinert, fragmentiert, wiederholt, vergrößert und verändert Fotografien und visuelle Ikonen, um Bilder von beunruhigender Kraft zu schaffen, die zugleich politisch und traumhaft sind.
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Zeitschrift „Graphisme en France“ haben das Centre national des arts plastiques und die Cité internationale de la langue française einen einzigartigen Auftrag ins Leben gerufen: „Messages/Images, Graphisme d’intérêt général“ – eine Serie von sechzehn Originalplakaten, entworfen von ausgewählten Grafikdesignern oder Kollektiven, um die Beziehung zwischen Worten und Bildern zu erforschen und dabei einen sensiblen Blick auf die großen Herausforderungen der Gegenwart zu werfen: Inklusion, Gastfreundschaft, Demokratie, sprachliche Vielfalt, Engagement und Hoffnung.
Félicité Landrivon, die lange Zeit anonym bleiben wollte und unter dem Pseudonym „Brigade Cynophile“ (aus Spaß und weil sie Hunde liebt) arbeitete, begannals Autodidaktin im Bereich Grafikdesign für die alternative Rockszene in Lyon. Ihre Arbeit basiert auf dem Prinzip der Vermischung verschiedener Bildwelten und der heterogenen Zusammenstellung von Bildern und Schriftarten, die sie am Rande der visuellen Kultur gesammelt hat.
„La Gauchère“ ist ein langfristiges Forschungs- und Kreativprojekt unter der Leitung der Grafikerin Marion Cachon. Es wird in Form von Vorträgen, Ausstellungen und einer Publikation umgesetzt und befasst sich mit der Hinterfragung eines strukturellen blinden Flecks im Design: den Platz, der Linkshändern im Umgang mit dem Alltag eingeräumt wird. Da die Mehrheit der Gegenstände, grafischen Systeme und Nutzungsweisen für Rechtshänder konzipiert ist, erscheint Linkshändigkeit als ein Mangel, als eine Anomalie, die es zu korrigieren gilt. Das Projekt greift dieses Ungleichgewicht auf, um dessen kritisches und kreatives Potenzial aufzudecken, und beansprucht dabei Ungeschicklichkeit, Fehler und Umwege als produktive Kräfte.
Postfirebooks ist ein Verlag, dessen Ansatz untrennbar mit der Frage nach der Präsenz des Buches im Ausstellungsraum verbunden ist. Seine modularen Präsentationsträger, die so konzipiert sind, dass sie den gesamten Katalog aufnehmen können, sind nicht bloß Ausstellungsmöbel: sie bilden ein eigenständiges Ausstellungssystem, das darauf ausgelegt ist, die Nähe zwischen den Publikationen und ihrem Publikum zu fördern, zum Anfassen, zum Lesen und zum Durchblättern einzuladen – und brechen damit mit den üblichen Konventionen, bei denen die Publikation in einiger Entfernung vom Betrachter platziert wird.
Praktische Informationen:
Eintrittspreise: Eintritt frei
Öffnungszeiten: Vom 24. Juni bis zum 29. August
Geöffnet von Mittwoch bis Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 11:00 bis 13:00 Uhr sowie von 15:00 bis 19:00 Uhr
Standort: Place de la Comédie, Opéra, Eingang auf dem Vorplatz rechts, 34000 Montpellier
Anfahrt: Straßenbahnlinien 1 und 2, Haltestelle Gare Saint Roch